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Technische Beschreibung
 


     
 
Wärmebildkamera Scott Eagle Imager® 320
 
   
     
 
Allgemeine Anforderungen

Bei der Wärmebildkamera handelt es sich um ein tragbares Gerät, das einen Infrarot-Sensor beinhaltet und bei der Brandbekämpfung beim Laufen und Kriechen eingesetzt werden kann. Ausgewählte Anbieter müssen - auf eigene Kosten - einen von Herstellerseite geschulten Ausbilder solange zur Verfügung stellen, wie der Ressortleiter es für eine umfassende Schulung zur Bedienung und Instandhaltung der Wärmebildkamera für erforderlich hält. Jede Abweichung von dieser Spezifikation muss in einer gesonderten Anlage aufgeführt werden. Bei Nichteinhalten dieser Vorgabe wird der Anbieter automatisch ausgeschlossen. In Betracht kommende Anbieter müssen Händler sein, die vom Hersteller zum Verkauf der hier spezifizierten Ausrüstung autorisiert sind.

Gehäuse der Wärmebildkamera 

Das Gehäuse wird in Farbe Schwarz und aus einem hochtemperaturbeständigen Polymer-Material gefertigt, welches für den Gebrauch in Umgebungen mit großer Hitze geeignet ist. Das Gehäuse besteht aus einem Oberteil, in das der Sensor und die Wärmebildelektronik eingebettet werden, aus einem fest angebrachten Haltegriff und einem am Haltegriff angeschraubten Batterieblock. Eine einteilige Gummimanschette - zur Abschirmung gegen elektromagnetische Induktion (EMI) und zum Schutz gegen das Eindringen von Wasser - zieht sich rund um das Oberteil des Gehäuses. Gummipuffer zum Schutz gegen Abnutzungs- und Aufprallschäden werden unter dem Gehäuseoberteil und rund um den Haltegriff nahe dem Batterieblock angebracht. Das Gehäuse ist außerdem mit einem Montagerahmen für einen Bildschirm und einem Blendschutz aus Silikongummi ausgerüstet. Außen an der Wärmebildkamera ist eine Handschlaufe aus reflektierendem Material ebenso angebracht wie Befestigungen für die Verwendung von Schulter- oder Nackentragegurt. Die komplette Wärmebildkamera, einschließlich Batterie, wird ein Gewicht von 1,9 kg aufweisen (2,3 kg wenn der Transmitter eingebaut ist). Die Abmessungen der Wärmebildkamera insgesamt betragen: Breite 12 cm, Länge 34 cm, Höhe 23,5 cm.

Wärmebild-Sensortechnologie

In die Wärmebildkamera ist ein Wärmebildsensor aus amorphem Silikon mit einer Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten (Focal Plane Array) und einer Bildfrequenz von 30 Hz integriert. Das Gerät zeichnet Temperaturen von mindestens bis zu 600 Grad auf und hat einen dynamischen Bereich von 600 Grad. Diese Eigenschaft versetzt den Anwender in die Lage, einen anderen Feuerwehrmann, der hinter einem Stapel brennender Paletten steht, zu sehen. Der Sensor arbeitet mit einem automatischen Verschluss, der die Wärmebildkamera wieder kalibriert. Außerdem hat der Anwender die Möglichkeit, bei Bedarf die Kalibrierung zu aktivieren. Die Wärmebildkamera ist mit einem Kontrollmodus ausgestattet, der als grüne Anzeige dargestellt ist und Bereiche, die über der mittleren Temperatur liegen, in verschiedenen Orange-Abstufungen hervorhebt. Die „Spot“-Temperatur wird sowohl digital als auch als Balkendiagramm angezeigt, um den Feuerwehrmann beim Erkennen der Temperatur zu unterstützen. Außerdem ist ein „TAC-Modus“ („Temperature Awareness Colourisation™“) in die Kamera integriert, der Einfärbungen in gelb, orange und rot verwendet, um spezifische Temperaturbereiche zu identifizieren. Die Ausrüstung verwendet einen „MaxTemp“-Messer, der die Temperatur des heißesten Objektes innerhalb des Erfassungsbereichs der Kamera anzeigt.

LCD

Die Wärmebildkamera ist mit einer Flüssigkristallanzeige, die 10 cm in der Diagonale misst, ausgestattet. Das Display weist eine äußere Schutzabdeckung auf, deren Oberfläche zum Schutz gegen Blendung mattiert und gegen elektromagnetische Induktion (EMI) abgeschirmt ist. Für das Display wird eine LED Hintergrund- beleuchtung verwendet, um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern.

Linse und Schutz der Linse

Der Wärmebildsensor ist mit einer Linse aus Germanium ausgestattet, die zurückgesetzt im Kameragehäuse liegt, um Beschädigungen durch Hitze oder Fallenlassen zu minimieren. Die Linse des Wärmebildsensors weist ein Sichtfeld von mindestens 50° horizontal und 37,5° vertikal auf. Außerdem ist das Gehäuse der Wärmebildkamera mit einer äußeren Germaniumscheibe ausgestattet, um so dem Wärmebildsensor und internen Komponenten zusätzlichen Schutz zu bieten.

Kontrollfunktionen und Icons der Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera weist zwei Kontrollknöpfe, die mit Handschuhen zu bedienen sind und auf Druck reagieren, zur Bedienung aller Funktionen auf. Zu den Funktionen zählen: der Zoom, die Farbkennzeichnung von Hitzebereichen, die Farbkennzeichnung im Kontrollmodus, die Transmitter-An/Aus-Schaltung für die Sendekanalwahl (optional) und das manuelle Kalibrieren. Leuchtdioden (LED), die in beide Kontrollknöpfe eingebettet sind, leuchten auf, wenn die Wärmebildkamera mit Energie gespeist wird, und gehen aus, wenn die Kamera ausgeschaltet wird. Die Wärmebildkamera verwendet Bildsymbole auf dem Bildschirm, mit denen die Werte des Temperaturfühlers sowohl digital als auch als Balkendiagramm angezeigt werden; außerdem die Farbkennzeichnung der Hitzebereiche, die Farbkennzeichnung im Kontrollmodus, der Digitalzoomfaktor, die Transmitter-Kanalwahl (optional) und die Batteriestatusanzeige in Form einer Tankuhr. Die Batterie- statusanzeige ist in der Mitte des unteren Displaybereichs angesiedelt. Die Anzeige des Ladezustandes 100 % und 75 % erfolgt in Grün. Bei einer Energiereserve von 50 % wird die Statusanzeige auf Gelb wechseln. Bei einer Energiereserve von 25 % wird die Statusanzeige auf Rot wechseln. Verbleibt eine Energiereserve von 5 % wird die Statusanzeige in Form einer Box mit einem roten Rand hervorgehoben und eine „Low Batt“- Warnung erscheint innerhalb des Icons. Die Wärmebildkamera weist eine Hochtemperatur-Alarmfunktion auf, die automatisch aktiviert wird, wenn die interne Temperatur des Gerätes mindestens 85°C (185°F) erreicht.

Energieversorgung und Batterieblock

Die Wärmebildkamera wird über einen Nickel-Metallhydrid-Akku, 8-zellig, 9,6 Volt nominal, 2,7 Ampere, mit Energie versorgt. Befindet sich die Kamera nicht im Übertragungsmodus, hat die Batterie eine Betriebsdauer von mehr als 4 Stunden; im Übertragungsmodus reicht die Energiereserve für ungefähr 2,5 Stunden. Die Akku- Einheit ist in einen abgedichteten Batterieblock mit einem Durchmesser von 8 cm eingebettet. Der Batterieblock wird mit einem Schraubgewinde am Tragegriff der Wärmebildkamera befestigt. Der Batterieblock weist außenliegende Kontakte auf, so dass der Akku in den Ladesystemen von Einsatzfahrzeugen aufgeladen werden kann, während er am Haltegriff der Kamera angebracht ist.

Haltegriff der Wärmebildkamera

Teil der Wärmebildkamera ist ein fest am Gehäuseoberteil der Kamera angebrachter Haltegriff. Dieser bietet dem Anwender die drei folgenden Positionierungsmöglichkeiten: voll aufgerichtet, teilweise aufgerichtet, vollständig umgeklappt. Der Haltegriff wird mit einem Kugel und Sperrmechanismus in Stellung gebracht; dieser wird mit einem manuell zu bedienenden Handrad in der jeweiligen Position arretiert. Das Handrad kann mit Handschuhen betätigt werden.

Optionale Ausstattung

Die Wärmebildkamera steht mit der folgenden optionalen Ausrüstung zur Verfügung: • einem drahtlosen 2-Kanal-Transmitter, mit dem die Übertragung von Wärmebildern auf eine Empfängerstation außerhalb des Einsatzortes möglich ist.

Zusätzliche Anforderungen

Die Wärmebildkamera wird in einem ISO 9001 zertifizierten Produktionsbetrieb, der seinen Sitz in den USA hat, gefertigt. Die Wärmebildkamera muss die folgenden Prüfverfahren erfolgreich durchlaufen können: MILSTD-810 F (Einsatz in Bereichen mit hoher/niedriger Temperatur, Ad-hoc-Temperaturwechsel, Sand- und Staubdichtigkeit), IP-67 (Beständigkeit gegen Staub und bei Eintauchen in Wasser), ASTM Designation B117-97 (Salzsprühtest), Falltest (Fall aus 2 Meter Höhe, auf alle 6 Seiten, Auftreffen auf eine Betonfläche) und einen 30 Minuten langen Rotationstest. Jede der folgenden Komponenten der Wärmebildkamera muss vor Ort ausgetauscht werden können: der Akku, die vorderen und hinteren Gummipuffer, die Handschlaufen, der Scott Blendschutz und die Schutzabdeckung für die Germaniumlinse. Alle anderen Arbeiten - Komponenten- austausch und Service -, die erforderlich sind, müssen in einem vom Hersteller autorisierten Servicecenter durchgeführt werden.


 
Kontrollmodus

In diesem Modus werden Hintergrundtemperaturen, die über dem Mittel liegen, erkannt, und es wird Hilfestellung bei der Lokalisierung heißer Stellen gegeben. "Spot"-Temperaturmessungen sind problemlos mithilfe des Balkendiagramms und der digitalen Anzeige zu erkennen.


 
"Temperature Awareness Colourisation"

Bei dem Modus "Temperature Awareness Colourisation" ("TAC"-Modus) handelt es sich um eine softwaregesteuerte Temperaturanalyse, die während des Einsatzes am Brandort eingesetzt werden kann. Details im Erfassungsbereich der Kamera, die über einer gewissen Temperatur liegen, werden in den folgenden Farben angezeigt:
- Gelb = > 93℃ 
- Orange = > 260℃
- Rot = > 425℃


 
     
   
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